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ZahnreinigungCheck

Quellen: KZBV, BZÄK, IQWiG, G-BA, Cochrane

Ablauf und Dauer

Ablauf und Dauer: Was bei einer professionellen Zahnreinigung passiert

Eine professionelle Zahnreinigung besteht aus dem Entfernen der Beläge, einer Politur und einer Fluoridierung, dazu kommt die Unterweisung zur häuslichen Mundhygiene. Die beiden zuständigen Körperschaften zählen diese Bestandteile allerdings verschieden: Die Bundeszahnärztekammer nennt „Zähne professionell reinigen (Entfernen von harten und weichen Belägen), Polieren und Fluoridieren“ als Hauptschritte (Juli 2024). Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung nennt „das Entfernen von Zahnstein und Plaque, das Beseitigen von Verfärbungen und das abschließende Glätten der Zahnoberflächen“, und die Fluoridierung folgt dort erst danach (Stand Mai 2025). Bei der Dauer gehen die Angaben ebenfalls auseinander, und zwar in ihrer Form: Die Bundeszahnärztekammer nennt „in der Regel“ etwa 45 Minuten und bis zu 60 Minuten je nach Umfang, das IQWiG nennt „etwa 45 bis 60 Minuten“ (23. August 2023), und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung sowie das Bundesministerium für Gesundheit nennen gar keine Dauer. Durchgeführt wird die Behandlung meist nicht von der Zahnärztin oder dem Zahnarzt selbst: Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung nennt dafür die Prophylaxeassistenz (ZMP) und die Dentalhygiene (DH), das IQWiG zieht als einzige Stelle eine Grenze und schreibt, Fachkräfte dürften „sichtbare und gut erreichbare Zahnbeläge entfernen“.

Stand:

Woraus eine professionelle Zahnreinigung besteht, nach fünf Stellen und ihren eigenen Worten
StelleBestandteile, wie die Stelle sie aufzähltWo die Fluoridierung stehtStand
Bundeszahnärztekammer„Zähne professionell reinigen (Entfernen von harten und weichen Belägen), Polieren und Fluoridieren“. Dazu als „weiteres zentrales Element der Prophylaxesitzung“ eine „Beratung, Unterweisung, Instruktion und Remotivation des Patienten zur häuslichen Mundhygiene“.Als dritter Hauptschritt, und als der Teil, für den die Stelle eine Wirkung angibt: der Lack „kann nachweislich einer Karies vorbeugen“.Juli 2024
Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung„Das Entfernen von Zahnstein und Plaque, das Beseitigen von Verfärbungen und das abschließende Glätten der Zahnoberflächen.“ Zahnstein mit Hand-, Schall- oder Ultraschallgeräten, Plaque und Glättung mit rotierenden Bürstchen und Prophylaxegummis.Nicht als Bestandteil, sondern danach: „Zum Abschluss erfolgt eine Fluoridierung mit hoch konzentrierten Fluoridpräparaten in Gel- oder Lackform.“Mai 2025
IQWiGBeläge mit Ultraschall- und Handinstrumenten, Zwischenräume „auch Zahnseide, Schleifpapier oder kleine Bürstchen“, danach Politur mit Polierpaste auf rotierendem Gummi oder Bürste. „Einige Praxen setzen zusätzlich Pulver-Wasserstrahl-Geräte ein.“Am Ende und mit Vorbehalt: „Zum Abschluss werden die Zähne normalerweise noch mit einem fluoridhaltigen Gel oder Lack bestrichen.“23. August 2023
gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit)„Dann werden Beläge auf den Zähnen und in den Zwischenräumen gründlich entfernt. Anschließend werden die Zähne poliert und fluoridiert.“ Danach die Beratung zur häuslichen Mundhygiene, „einer der wichtigsten Aspekte der Behandlung“.Gleichrangig mit der Politur, im selben Satz.9. Juni 2021
Gebührenordnung für Zahnärzte, Nummer 1040„Das Entfernen der supragingivalen/gingivalen Beläge auf Zahn- und Wurzeloberflächen einschließlich Reinigung der Zahnzwischenräume, das Entfernen des Biofilms, die Oberflächenpolitur und geeignete Fluoridierungsmaßnahmen, je Zahn oder Implantat oder Brückenglied.“Als Teil des Leistungsinhalts, und deshalb daneben nicht gesondert berechnungsfähig.Die abgerufene Fassung nennt keinen Stand.

Die Listen stehen hier nebeneinander und werden nicht zu einer zusammengezogen. Zwei Unterschiede sind inhaltlich: die Fluoridierung ist bei der Bundeszahnärztekammer ein Hauptschritt und bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung etwas, das auf die Bestandteile folgt; und das Beseitigen von Verfärbungen führt allein die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung als eigenen Schritt. Auch die Beratung wird verschieden zugeordnet: bei der Bundeszahnärztekammer gehört sie zur Prophylaxesitzung, bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung zum umgebenden Prophylaxeprogramm, an das sich die Behandlung anschließt. Das Luft-Pulver-Wasser-Strahlgerät ist bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung kein Schritt, sondern eine Bedingung: „Wenn Luft-Pulver-Wasser-Strahlgeräte verwendet werden, kann die komplette Zahnreinigung in einem Arbeitsgang erfolgen.“ Ein Markenname für dieses Gerät steht auf keiner der fünf Quellen. Ein auf bzaek.de liegender Patientenflyer nennt eine abweichende Sechs-Schritte-Reihenfolge; herausgegeben wird er von einem Zahnpflegehersteller, und er trägt kein Datum und kein Literaturverzeichnis.

Was vier Stellen zur Dauer einer professionellen Zahnreinigung sagen
StelleAngabe zur DauerWelche Form die Angabe hatStand
Bundeszahnärztekammer„In der Regel dauert eine PZR etwa 45 Minuten“; es können auch bis zu 60 Minuten benötigt werden, „in Abhängigkeit vom Umfang der Zahnreinigung“.Ein Regelwert mit einer Ausnahme, keine Spanne.Juli 2024
IQWiG„Eine professionelle Zahnreinigung dauert etwa 45 bis 60 Minuten.“Eine Spanne. Es ist die einzige der vier Stellen, die genau so formuliert.23. August 2023
Kassenzahnärztliche BundesvereinigungKeine Angabe.Die Patientenseite nennt keine Dauer; die Zeichenfolgen „Minute“, „45“ und „60“ kommen dort nicht vor.Mai 2025
gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit)Keine Angabe.Der Abschnitt zur professionellen Zahnreinigung endet nach Politur, Fluoridierung und Beratung.9. Juni 2021

Die vielzitierte Formulierung „45 bis 60 Minuten“ stammt vom IQWiG und wird regelmäßig der Bundeszahnärztekammer zugeschrieben. Deren Satz sagt etwas anderes: einen Regelwert von etwa 45 Minuten, und 60 Minuten als Ausnahme für den größeren Umfang. Was diesen Umfang ausmacht, beziffert keine der vier Stellen, und eine Zeitangabe je Arbeitsschritt veröffentlicht ebenfalls keine.

Wer eine professionelle Zahnreinigung durchführt, und was die Quellen dazu sagen
StelleWen sie nenntStand
Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung„Speziell geschultes Praxispersonal, z. B. einer Prophylaxeassistentin/einem Prophylaxeassistenten (ZMP) oder einer Dentalhygienikerin/einem Dentalhygieniker (DH) mit speziellem Instrumentarium“. Die Behandlung wird „in der Regel nicht“ von der Zahnärztin oder dem Zahnarzt selbst durchgeführt.Mai 2025
Bundeszahnärztekammer„Überwiegend von speziell geschulten Prophylaxefachkräften durchgeführt“. Eine Berufsbezeichnung nennt die Stelle nicht.Juli 2024
IQWiG„Eine Zahnärztin, ein Zahnarzt oder eine speziell fortgebildete Fachkraft (zahnmedizinische Fachassistenz)“, mit einer Grenze im selben Absatz: „Fachkräfte dürfen sichtbare und gut erreichbare Zahnbeläge entfernen.“23. August 2023
gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit)„Der Arzt, die Ärztin oder die Fachassistenz“, benannt für die Beratung zur häuslichen Mundhygiene.9. Juni 2021

Namentlich genannt werden zwei Qualifikationen, die Prophylaxeassistenz (ZMP) und die Dentalhygiene (DH), und zwar bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Die einzige Aussage zur Reichweite der Befugnis stammt vom IQWiG und betrifft sichtbare und gut erreichbare Beläge; die Entfernung von Belägen unterhalb des Zahnfleischrands ist nach dem Kommentar zur Nummer 1040 der Gebührenordnung von dieser Leistung ohnehin nicht umfasst.

Die Schritte

Was passiert bei einer professionellen Zahnreinigung?

Auch gefragt: Woraus besteht eine professionelle Zahnreinigung? · Welche Schritte hat eine professionelle Zahnreinigung?

Eine professionelle Zahnreinigung umfasst das Entfernen der Beläge, eine Politur und eine Fluoridierung, dazu eine Unterweisung zur häuslichen Mundhygiene. Die beiden zuständigen Körperschaften zählen die Bestandteile allerdings verschieden, und der Unterschied ist inhaltlich. Die Bundeszahnärztekammer nennt drei Hauptschritte, nämlich „Zähne professionell reinigen (Entfernen von harten und weichen Belägen), Polieren und Fluoridieren“, und dazu als weiteres zentrales Element der Prophylaxesitzung eine „Beratung, Unterweisung, Instruktion und Remotivation des Patienten zur häuslichen Mundhygiene“ (Juli 2024). Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung nennt „das Entfernen von Zahnstein und Plaque, das Beseitigen von Verfärbungen und das abschließende Glätten der Zahnoberflächen“; die Fluoridierung ist dort kein Bestandteil, sondern folgt zum Abschluss, und das Beseitigen von Verfärbungen führt allein sie als eigenen Schritt (Stand Mai 2025). Die Gebührenordnung für Zahnärzte fasst unter der Nummer 1040 beides zusammen und nennt neben Belagsentfernung und Oberflächenpolitur ausdrücklich „geeignete Fluoridierungsmaßnahmen“.

  • Quellen
  • Bundeszahnärztekammer, Position zur professionellen Zahnreinigung
  • Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Patienteninformation zur professionellen Zahnreinigung
  • Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), Gebührenverzeichnis und Bemessungsvorschriften
  • Geprüft von: Zahnreinigung-Check
  • Geprüft am: 1. September 2026

Wird bei einer professionellen Zahnreinigung fluoridiert?

Auch gefragt: Gehört die Fluoridierung zur professionellen Zahnreinigung? · Kann man eine professionelle Zahnreinigung ohne Fluoridierung machen lassen?

Ja, zum Abschluss einer professionellen Zahnreinigung wird fluoridiert, und alle vier Stellen beschreiben diesen Schritt. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung schreibt: „Zum Abschluss erfolgt eine Fluoridierung mit hoch konzentrierten Fluoridpräparaten in Gel- oder Lackform“, und begründet das mit der Remineralisation geschädigter Areale an Schmelz und Dentin sowie mit örtlichen Fluoriddepots (Stand Mai 2025). Die Bundeszahnärztekammer führt „Fluoridieren“ als einen ihrer drei Hauptschritte und bezeichnet gerade diesen Teil als den nachweislich wirksamen: der Lack „kann nachweislich einer Karies vorbeugen“ (Juli 2024). Das IQWiG formuliert denselben Schritt vorsichtiger: Die Zähne werden zum Abschluss „normalerweise“ noch mit einem fluoridhaltigen Gel oder Lack bestrichen (23. August 2023). Auch der Leistungstext der Nummer 1040 der Gebührenordnung nennt „geeignete Fluoridierungsmaßnahmen“ als Teil der Leistung, die daneben nicht gesondert berechnungsfähig ist.

  • Quellen
  • Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Patienteninformation zur professionellen Zahnreinigung
  • Bundeszahnärztekammer, Position zur professionellen Zahnreinigung
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Vor- und Nachteile der professionellen Zahnreinigung
  • Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), Gebührenverzeichnis und Bemessungsvorschriften
  • Geprüft von: Zahnreinigung-Check
  • Geprüft am: 1. September 2026

Was ist der Unterschied zwischen Ultraschall und Pulverstrahl?

Auch gefragt: Wird bei einer professionellen Zahnreinigung Ultraschall oder ein Pulverstrahlgerät verwendet? · Wofür wird bei einer professionellen Zahnreinigung ein Pulverstrahlgerät eingesetzt?

Bei einer professionellen Zahnreinigung erledigen die beiden Geräte verschiedene Aufgaben. Ultraschall- und Schallgeräte lösen harte Beläge: Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung nennt „Handinstrumente oder Schall- bzw. Ultraschallgeräte zum Entfernen von Zahnstein“, während Plaque und die Glättung der Oberflächen mit rotierenden Bürstchen und Prophylaxegummis bearbeitet werden (Stand Mai 2025). Das Luft-Pulver-Wasser-Strahlgerät führt dieselbe Stelle nicht als Arbeitsschritt, sondern als Bedingung: „Wenn Luft-Pulver-Wasser-Strahlgeräte verwendet werden, kann die komplette Zahnreinigung in einem Arbeitsgang erfolgen.“ Beim IQWiG ist es ausdrücklich optional, denn „einige Praxen setzen zusätzlich Pulver-Wasserstrahl-Geräte ein, die auch Verfärbungen entfernen können“ (23. August 2023). Die Bundeszahnärztekammer nennt Schallschwingungen, Pulver-Wasser-Spray und Handinstrumente wie Scaler und Küretten in einem Zug (Juli 2024). Welche Geräte zum Einsatz kommen, entscheidet damit die Praxis; einen Markennamen für das Strahlgerät nennt keine der Stellen.

  • Quellen
  • Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Patienteninformation zur professionellen Zahnreinigung
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Vor- und Nachteile der professionellen Zahnreinigung
  • Bundeszahnärztekammer, Position zur professionellen Zahnreinigung
  • Geprüft von: Zahnreinigung-Check
  • Geprüft am: 1. September 2026

Dauer und Ablauf im Termin

Wie lange dauert eine professionelle Zahnreinigung?

Auch gefragt: Wie viel Zeit muss ich für eine professionelle Zahnreinigung einplanen? · Dauert eine professionelle Zahnreinigung 45 oder 60 Minuten?

Zur Dauer einer professionellen Zahnreinigung äußern sich zwei der vier Stellen, und sie tun es in verschiedener Form. Die Bundeszahnärztekammer nennt einen Regelwert mit einer Ausnahme: „In der Regel dauert eine PZR etwa 45 Minuten“, und es können auch bis zu 60 Minuten benötigt werden, „in Abhängigkeit vom Umfang der Zahnreinigung“ (Juli 2024). Das IQWiG nennt dagegen eine Spanne: „Eine professionelle Zahnreinigung dauert etwa 45 bis 60 Minuten“ (23. August 2023). Diese Spanne ist die Formulierung des IQWiG und wird im Netz häufig der Bundeszahnärztekammer zugeschrieben, deren Satz etwas anderes sagt. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung nennt auf ihrer Patientenseite keine Dauer, und das nationale Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit nennt ebenfalls keine. Wovon der Umfang im Einzelfall abhängt, beziffert keine der vier Stellen, und eine Zeitangabe je Arbeitsschritt veröffentlicht keine von ihnen.

  • Quellen
  • Bundeszahnärztekammer, Position zur professionellen Zahnreinigung
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Vor- und Nachteile der professionellen Zahnreinigung
  • Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Patienteninformation zur professionellen Zahnreinigung
  • Bundesministerium für Gesundheit, Nationales Gesundheitsportal, Zahnvorsorge und Mundhygiene
  • Geprüft von: Zahnreinigung-Check
  • Geprüft am: 1. September 2026

Was ist der Unterschied zwischen professioneller Zahnreinigung und Prophylaxe?

Auch gefragt: Ist eine professionelle Zahnreinigung das gleiche wie Prophylaxe? · Gehört die professionelle Zahnreinigung zur Prophylaxe?

Prophylaxe ist der Oberbegriff, und die professionelle Zahnreinigung ist die Behandlung darin. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung zieht die Grenze ausdrücklich: Mundhygieneoptimierung, Produktberatung und Ernährungstipps gehören zum Prophylaxeprogramm, und „daran schließt sich die PZR an“; Fragen und Tipps zur Mundhygiene sind zugleich „bei einer PZR Pflichtprogramm“ (Stand Mai 2025). Die Bundeszahnärztekammer ordnet die Beratung anders zu, nämlich der Sitzung selbst: „Beratung, Unterweisung, Instruktion und Remotivation des Patienten zur häuslichen Mundhygiene“ ist bei ihr ein „weiteres zentrales Element der Prophylaxesitzung“ (Juli 2024). Auch die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ordnet die Leistung so ein: Die Nummer 1040 steht dort im Abschnitt „Prophylaktische Leistungen“, und für diesen Abschnitt gilt, dass die Leistungen „nur bei Einzelunterweisung (Individualprophylaxe) berechnungsfähig“ sind; „bei Gruppenunterweisung (Gruppenprophylaxe) sind sie nicht berechnungsfähig“. Beide Körperschaften betonen zudem, die Behandlung unterstütze die tägliche Pflege und ersetze sie nicht.

  • Quellen
  • Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Patienteninformation zur professionellen Zahnreinigung
  • Bundeszahnärztekammer, Position zur professionellen Zahnreinigung
  • Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), Gebührenverzeichnis und Bemessungsvorschriften
  • Geprüft von: Zahnreinigung-Check
  • Geprüft am: 1. September 2026

Wer behandelt

Wer darf eine professionelle Zahnreinigung durchführen?

Auch gefragt: Macht die Zahnärztin die professionelle Zahnreinigung selbst? · Welche Qualifikation braucht das Personal für eine professionelle Zahnreinigung?

Eine professionelle Zahnreinigung wird meist nicht von der Zahnärztin oder dem Zahnarzt selbst durchgeführt, sondern von dafür ausgebildetem Praxispersonal. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung nennt zwei Qualifikationen namentlich: „speziell geschultes Praxispersonal, z. B. einer Prophylaxeassistentin/einem Prophylaxeassistenten (ZMP) oder einer Dentalhygienikerin/einem Dentalhygieniker (DH) mit speziellem Instrumentarium“ (Stand Mai 2025). Die Bundeszahnärztekammer nennt keine Berufsbezeichnung und schreibt nur, die Behandlung werde „überwiegend von speziell geschulten Prophylaxefachkräften durchgeführt“ (Juli 2024). Eine Grenze der Befugnis zieht allein das IQWiG: nach dieser Stelle übernimmt die Behandlung „eine Zahnärztin, ein Zahnarzt oder eine speziell fortgebildete Fachkraft (zahnmedizinische Fachassistenz)“, und „Fachkräfte dürfen sichtbare und gut erreichbare Zahnbeläge entfernen“ (23. August 2023). Beläge unterhalb des Zahnfleischrands sind nach dem Kommentar zur Nummer 1040 der Gebührenordnung von dieser Leistung ohnehin nicht umfasst.

  • Quellen
  • Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Patienteninformation zur professionellen Zahnreinigung
  • Bundeszahnärztekammer, Position zur professionellen Zahnreinigung
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Vor- und Nachteile der professionellen Zahnreinigung
  • Bundeszahnärztekammer, GOZ-Kommentar zur Nummer 1040
  • Geprüft von: Zahnreinigung-Check
  • Geprüft am: 1. September 2026

Schmerzen und Empfindlichkeit

Wann kann eine professionelle Zahnreinigung schmerzhaft sein?

Auch gefragt: Ist eine professionelle Zahnreinigung schmerzhaft? · Tut eine professionelle Zahnreinigung weh? · Kann man eine professionelle Zahnreinigung betäuben lassen?

Eine professionelle Zahnreinigung kann bei freiliegenden Zahnhälsen, bei stark empfindlichen Zähnen und bei bereits gereiztem oder entzündetem Zahnfleisch schmerzhaft sein; so benennt es die Bundeszahnärztekammer, und sie nennt für diese Fälle auch die Möglichkeit, „auf Patientenwunsch im Vorfeld eine kurzfristig wirkende Lokalanästhesie“ durchzuführen (Juli 2024). Dieselbe Stelle ordnet die Risiken ein: „Komplikationen während oder nach einer PZR kommen sehr selten vor“, und sie nennt dazu Personengruppen, die die Praxis vorab kennen sollte, etwa immunsupprimierte Menschen oder Menschen mit einem Herzschrittmacher. Das IQWiG formuliert es schwächer und nennt eine zweite Folge: Die Behandlung könne „unangenehm sein, vor allem wenn die Zahnhälse freiliegen“, und bei gereiztem Zahnfleisch komme es „während der Reinigung leicht zu Zahnfleischbluten“ (23. August 2023). Wie häufig Schmerzen auftreten, gibt keine der beiden Stellen an. Ob eine Betäubung durchgeführt wird, hängt nach der Bundeszahnärztekammer vom Wunsch der Patientin oder des Patienten ab.

  • Quellen
  • Bundeszahnärztekammer, Position zur professionellen Zahnreinigung
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Vor- und Nachteile der professionellen Zahnreinigung
  • Geprüft von: Zahnreinigung-Check
  • Geprüft am: 1. September 2026